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Neues Hoffen auf Straße zur B 2 |
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Gewerbeeigentümer in der Zopfstraße wollen gegebenenfalls zur Selbsthilfe greifen
Von Angelika Munteanu Gera-Lusan. Die Kunde von einem Privatinvestor für die seit langem vorgesehene Straßenverbindung von Lusan auf die Bundesstraße 2 bei Weißig hat neue Nahrung in Geras größtem Stadtteil bekommen.
Planungen gebe es nicht zu der Ausfahrt über die Zopfstraße als Ortsumgehung für Röppisch, ergab eine Nachfrage in der Stadtverwaltung. Auch sei dort nichts von einem Privatinvestor bekannt. Dennoch - so hatte es Stefan Prüger als Leiter des städtischen Fachdienstes für Verkehr in der Vorwoche zu einem Ortstermin mit Unterröppischer Einwohnern angekündigt - sei die Verbindungsstraße nicht aus dem Blick verloren. Er verwies auf einen zweiten Entwurf zum Flächennutzungsplan für die Stadt Gera bis zum Jahr 2020, in dem die Tangente berücksichtigt werden solle - so Geras Stadtrat zustimmt. "Das sagt aber noch nicht, dass oder wann gebaut wird", hatte Prüger den Bürgern in der Vorwoche erklärt. Denn dafür müssten erst noch exakte Baupläne und vor allem die nötigen Investitionsmittel auf den Tisch, beugte der Stadtvertreter voreiligen Erwartungen vor. Er erläuterte auch, dass eine neue Verbindung keinesfalls in der Größe geplant würde, wie sie Anfang der 1990er Jahre einmal angedacht war. Also keine vierspurige Schnellstraße für den Schwerlastverkehr, sondern eine einfache Fahrverbindung vor allem für Pkw.
Die Hoffnungen in Lusan und Röppisch auf die Straße keimen unterdessen weiter. Und offenbar nicht völlig unberechtigt. Unternehmen, die an der Zopfstraße am Rande von Lusan Richtung Weißig ansässig sind, würden gegebenenfalls gemeinsam den nötigen Eigenanteil für den Straßenbau auf den Tisch legen, hieß es gestern auf Nachfrage aus der Chefetage der Oil Trans Deutschland GmbH, der Eigentümerin der Gulf-Tankstelle, die demnächst in der Zopfstraße eröffnen soll, nachdem sich Shell und später Avia zurückgezogen hatten. Investiert wurde bereits im Außenbereich der Tankstelle. Öffnen werde sie aber erst, wenn sich ein Pächter gefunden hat, heißt es. Erst dann könne - je nach Umsatz - in die Straße nach Weißig investiert werden.
Martin Bock, Inhaber des benachbarten Autopflegecenters ist optimistisch. "Wenn Oil Trans nicht bleiben wollte, hätte das Unternehmen nicht die Tankstelle gekauft." Er selbst will das Waschcenter ausbauen und modernisieren und einen festen Arbeitsplatz schaffen. Auf die Anbindung nach Weißig hofft er ebenso wie sein Nachbar, das Autohaus von Peter Gößner. "Es macht ja auch keinen Sinn, dass sich die Unternehmen hier angesiedelt haben, wenn die Straße nicht ursprünglich einmal als Verbindung nach außen für Lusan gedacht gewesen wäre", sagen Anwohner und Garagennutzer aus der unmittelbaren Nachbarschaft in der Zopfstraße.
Quelle: OTZ (30.07.2009) |