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Meinungen - Anregungen - Wünsche und Kritiken aus Lusan und Röppisch
Gera-Lusan/Röppisch. Eine Vielzahl von Leserzuschriften ist im Themenmonat unserer Zeitung zu Lusan und Röppisch bisher in unserer Redaktion eingegangen.
Vieles wie der Stadtumbau in Geras größtem Stadtteil oder Sorgen mit Verkehrsbelästigung, defekten Straßen oder dem Zustand von Grünanlagen und Spielplätzen, ist bereits in den Bürgergesprächen diskutiert oder für Zeitungsveröffentlichungen recherchiert worden.
Darüber hinaus gibt es weitere Ideen und auch Kritiken, die unseren Lesern nicht vorenthalten bleiben sollen.
Öffnungszeit der Lusaner Bibliothek Für die Bibliotheken in der Stadt Gera hat die Stadtverwaltung neue Öffnungszeiten festgelegt. Das bedeutet für die Lusaner Zweigbibliothek, dass sie nur noch nachmittags geöffnet wird.
"Wieso werden die Vormittagsöffnungen gestrichen?", fragt etwa Helene Leuber. "Damit bin ich nicht einverstanden, in meinem hohen Alter brächte das für mich nur Nachteile!" Auch Brigitte Zacharias sagt: "Die neuen Öffnungszeiten sind überaus kundenunfreundlich." Sie schlägt eine Pause mittags zwischen der Öffnung am Morgen und am Nachmittag vor.
Auch Christine Püschel sagt, dass mit den geänderten Öffnungszeiten die Bedingungen für die Leser immer schlechter würden. Für ältere Menschen sei der Vormittag optimal. Sie wünscht sich, dass "wenigstens an zwei Tagen am Vormittag geöffnet wäre". Auch Marion Kornmann hält die neuen Zeiten für besucherunfreundlich, denn sie möchte ihre Wege vormittags erledigen. Karin Kerzig bittet als langjährige eifrige Leserin gleichfalls darum, die Zeiten wieder zu ändern, da der Vormittag günstiger sei für ältere Menschen. So denken auch Herbert und Beate Kühles.
Andere erinnern an die Geschichte der Bibliotheken in Lusan, daran dass es eine in der Rudolstädter Straße gegeben habe, die geschlossen wurde, eine weitere in der Schleizer Straße, die nun zu ist, eine dritte in der Lusaner Straße, die es nicht mehr gibt, und fragen sich nun, ob die reduzierten Öffnungszeiten in der Werner-Petzold-Straße 10 auch ein Zeichen dafür seinen, dass die Bibliothek dort bald vor dem Aus stehe.
Einen wohl nachvollziehbaren Grund für den Wunsch vor allem der älteren Bibliotheksnutzer gibt es: Sie möchten früh ihre Bücher holen, dann die Essensversorgung nutzen und danach heim gehen und nicht noch ein zweites Mal die Wohnung für den Gang in die Bücherei verlassen müssen.
Wann gibt es DSL in Röppisch?
"Wann wird es in Röppisch endlich auch Internetzugänge mit DSL für alle Bewohner geben?" Diese Frage brennt nicht nur Manuela Güther auf den Nägeln.
Im Juni hatte der Bundesrat eine entsprechende Verordnung auf den Weg gebracht, die den DSL-Ausbau im ländlichen Raum vorantreiben soll. Die Bundesländer und damit auch Thüringen haben sich mit dem Bund über eine Kostenübernahme geeinigt, damit endlich der Breitband-Internet-Ausbau auf dem Land vorrangebracht werden soll.
Darauf verwies in Bürgergesprächen bereits der Landtagsabgeordnete Ralf Bornkessel (CDU). Er musste aber einschränkend auch sagen, dass diese Regelung nur für eigenständige Kommunen im ländlichen Raum und nicht für Stadtteile gilt. Er wolle sich im Landtag dafür stark machen, dass das schnelle Internet künftig auch in Stadtteilen mit ländlichem Charakter Einzug halten kann. Unterstützung versicherte auch der Landtagsabgeordnete der Linken, Dieter Hausold.
Mehr Ruhe und Ordnung gefordert In einer Schlafstadt wollen die Lusaner nicht leben. Aber Mieter aus dem Block Karl-Matthes-Straße 85-89 fühlen sich von lauter Musik genervt, die von Autos an der Araltankstelle an der B 92 komme. "Nach 23 Uhr ist das nicht mehr lustig. Vor zwei Jahren haben wir das schon mal im H 35 gemeldet." Geändert hat sich offenbar nichts. Die Anwohner beklagen zudem die Raserei vieler Autofahrer über die Tankstelle nach 18 Uhr. Sie empfehlen: "Hier wäre es gut zu blitzen."
Zerfahrene Gehwege, Plätze und Straßen mahnt wie viele andere auch Leser H. Hemann an. Er sei zwar kein Lusaner, könne aber gut verstehen, dass viele Lusaner sehr, sehr stolz auf das in den letzten Jahren geschaffene, überwiegend gut gepflegte und interessante Wohnumfeld sind. "Es wäre schade, wenn es - wie in den öffentlichen Bereichen beginnend - zunehmend verfällt."
Notiert von A. Munteanu
Quelle: OTZ (24.07.2009) |